LDDB-Workshop: 10 Jahre Linguistische Daten und Datenbanken – Quo vadis?

Datum:
08./09. Oktober 2026

Veranstaltungsort:
Bayerische Akademie der Wissenschaften
– Bibliothek –
Alfons-Goppel-Str. 11
80539 München

In diesem Jahr freuen wir uns besonders, einen Jubiläumsworkshop unserer Workshop-Reihe Linguistische Daten und Datenbanken (LDDB) zu veranstalten. Die Veranstaltung findet am 8. und 9. Oktober 2026 an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München statt und nimmt zehn Jahre gemeinsamen Austauschs zum Anlass, auf Entwicklungen zurückzublicken und zugleich neue Perspektiven zu diskutieren.

Im Fokus unseres diesjährigen Treffens stehen insbesondere Projekte, die in den vergangenen Jahren bereits im Rahmen der Workshopreihe vorgestellt wurden. Gemeinsam möchten wir der Frage nachgehen, wie sich diese Projekte weiterentwickelt haben, welche neuen Herausforderungen, Fragestellungen und methodischen Ansätze hinzugekommen sind und welche übergreifenden Entwicklungen sich im Bereich linguistischer Dateninfrastrukturen beobachten lassen.

Der Workshop findet am 8. und 9. Oktober 2026 mit folgendem Programm statt:

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dhmuc Vibe-Coding-Workshop

13.–14. Juli im Großen Sitzungssaal der BAdW

Vibe-Coding meint das Programmieren mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI), dergestalt, dass man der KI in natürlicher Sprache erklärt, was zu programmieren ist, und sie dann den Programmcode schreiben lässt. Der .dhmuc-Workshop ist als “Bringe-Es-Dir-selbst-bei”-Workshop gedacht und richtet sich vor allem an diejenigen, die bisher noch wenig oder gar keine (falls irgendwer die letzten paar Jahre in einer Höhle verbracht hat 😉 ) Erfahrung mit Vibe-Coding oder, schon erfahren, neue Wege oder andere KI-Systeme (z.B. die datenschutztechnisch sicheren Angebote aus der Academic Cloud) ausprobieren und sich mit Gleichgesinnten darüber austauschen möchten.

Da mit der KI die Grenzen zwischen Programmierern und Nicht-Programmierern ohnehin verwischen, können auch gerne Interessierte teilnehmen, die andere Arten von technischen Aufgaben mit KI erledigen möchten, wie z.B. sich eine Tabellenkalkulation von einer KI aufstellen zu lassen.

Als Selbstlern-Workshop ist der Vibe-Coding-Workshop keine Schulung. Ihr könnt einzeln oder sehr gern auch als Gruppe teilnehmen. Wer daran teilnehmen will, sollte Folgendes mitbringen:

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Richard Stallman in München (20. Oktober, 17 Uhr in der BAdW)

Vortrag und Diskussion:

“Free Software and Freedom in the Digital Society“
Richard Stallman (Free Software Foundation, GNU Project)

am 20. Oktober um 17 Uhr in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften,
in der Residenz: Alfons-Goppel-Str. 11, Großer Sitzungssaal
(hinten im 2. Stock)

Ohne freie Software wären die Digitalen Geisteswissenschaften (DH) in ihrer heutigen Form nicht denkbar. Nicht nur, dass alle ernstzunehmenden DH-Projekte auf freier Software aufbauen und ihrerseits dazu beitragen, sondern auch und gerade die Langzeitpflege geisteswissenschaftlicher Online-Projekte und Publikationsinfrastrukturen wäre ohne freie Software praktisch nicht möglich bzw. wegen der andernfalls unvermeidlichen Anbieterabhängigkeit kaum zu finanzieren. Und schließlich hat die Freie-Software-Bewegung auch der der Open-Science- und Open-Access-Bewegung als Vorbild gedient und mit ihren Lizenzmodellen indirekt mitgeprägt.

Richard Stallman ist einer der bekanntesten Aktivisten für freie Software. Als Gründer der “Free-Software-Foundation” und Initiator des “GNU Projekts” hat er entscheidende Beiträge dazu geleistet, die Idee freier Software zu etablieren, d.h. Software deren Quellcode nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden kann, und die auch in dieser angepassten Form weitergegeben und genutzt werden darf. Als Programmierer hat er mit dem Emacs-Texteditor und dem GCC C-Compiler auch gleich wesentliche, um nicht zu sagen legendäre Beiträge dazu geleistet, die praktisch jedem Software-Entwickler wohlbekannt sein dürften. Noch wichtiger als der Code dürfte jedoch die Erfindung der GNU Public License gewesen sein, die es ermöglicht, freie Software rechtlich zu schützen. Die Idee, das mit einer “viralen” Lizenz zu tun, wurde später im Bereich des Publikationswesens mit der Creative Commons CC-BY-SA-Lizenz aufgegriffen.

In seinem Vortrag wird Richard Stallman erläutern, was freie Software bedeutet, wie sie sich von unfreier oder nur vermeintlich freier Software (“Anschauen ist erlaubt, anfassen verboten”) unterscheidet und warum freie Software in einer zunehmend von Digitaltechnik abhängigen Gesellschaft für den Erhalt von unserer Freiheit als solcher relevant wird.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Arbeitskreis .dhmuc, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Sprecherkollegium der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAdW.

Alle Interessierten sind herzlich zu dem Vortrag eingeladen. Um Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer grob einschätzen zu können, wären wir dankbar, wenn diejenigen, die kommen möchten, dies mit einer kurzen EMail mit dem Betreff “Stallman” an digitalisierung@badw.de bestätigen würden.

Wer den Begriff “Freie Software” noch nie gehört hat, kann sich dazu Stallman’s TED-Vortrag anschauen: 

www.fsf.org/blogs/rms/20140407-geneva-tedx-talk-free-software-free-society

Poster zur Veranstaltung

Neue Trends in der Digitalisierung

Letzte Woche fand in München die Digital Life Design Konferenz 2025, eine Konferenz, die vor 20 Jahren vor allem als Internet-Konferenz gegründet wurde und sich seitdem jährlich wirtschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen Fragen der Digitalisierung widmet. Für die Website (https://www.dld-conference.com) zeichnen die Hubert Burda Media Holding KG und die DLD Media GmbH verantwortlich. Hier meine Eindrücke vom ersten Tag der Konferenz. (Die ganze Konferenz konntet ich leider nicht besuchen)


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DH-Werkstattgespräch zu “eHumanities – interdisziplinär”

Im Arbeitskreis des dhmuc-Netzwerks finden regelmäßig Diskussionen zu Technik und Praxis der digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften statt. Wir dokumentieren die Gespräche auf unserem Blog.

Im Bereich Forschungsdatenmanagement tut sich aktuell viel. In der Reihe “DH-Werkstattgespräche” wurde die Diskussion über dieses weite Themenfeld fortgesetzt. Nachdem im vorangehenden DH-Werkstattgespräch mit GeRDI ein Projekt zur Schaffung einer generischen Forschungsdateninfrastruktur vorgestellt worden war, gab in der Mai-Ausgabe Julian Schulz (IT-Gruppe Geisteswissenschaften) einen Einblick in das kürzlich gestartete Kooperationsprojekt “eHumanities – interdisziplinär”.

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Fachspezifisch oder fachübergreifend? Forschungsdateninfrastrukturen in den Geisteswissenschaften

Gestern hat der Verband der Historiker/innen Deutschlands ein Positionspapier zu Forschungsdateninfrastrukturen veröffentlicht. Das steht natürlich in Zusammenhang mit der gegenwärtigen Diskussion um den Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur, aber auf die politischen Zusammenhänge will ich hier nicht eingehen. Mich interessiert hier, was inhaltlich zu dem Thema Forschungsdaten gesagt wird, bemerkenswert finde ich insbesondere:

  1. die Betonung fachkultureller Spezifika im Umganung mit Forschungsdaten
  2. die sehr breite Definition des Begriffs “Forschungsdaten”. Auch Alogrithmen, Softwarewerkzeuge, Forschungsumgebungen, Fachanwendungen, und Simulationen sollen dazu gehören.
  3. das Erfordernis eines fachspezifischen Forschungsdatenmanagements

Dazu im folgenden einige Anmerkungen.
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Digitale Raumdarstellungen

Das an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften angesiedelte Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland veranstaltet am 3. und 4. April in Marburg den Workshop:

Digitale Raumdarstellungen. Barocke Kunst im Kontext aktueller Zugriffe der Spatial Humanities.

Der Workshop bildet den Abschluss des Pilotprojekts “Deckenmalerei und 3D”, mit dem neue Methoden zur Erfassung von Wand- und Deckengemälden einschließlich der dreidimensionalen Geometrie erforscht und erprobt worden sind.

Flyer und Programm des Workshops

Coding Dürer: Live-Streams und öffentliche Abschlusspräsentation für alle!

Nächste Woche findet am Kunsthistorischen Institut der LMU der Coding-Dürer-Hackathon statt. Wer es wegen der hohen Bewerberzahl nicht geschafft hat, einen der begehrten Plätze beim Hackathon zu ergattern, kann das Ereignis per Twitter verfolgen (#CodingDurer), sich Montag und Freitag die Live-Streams anschauen oder zur öffentlichen Abschlusspräsentation kommen, die am Freitag, den 17. März um 15 Uhr im Institut für Kunstgeschichte (Zentnerstr. 31, Raum 007) stattfindet. Alle Interessierten sind zu der Abschlusspräsentation herzlich eingeladen!

TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen in München

Am 21. und 22. März 2017 findet an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) in München das neunte TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen mit den Schwerpunkten Digitale Editionen und Geodaten statt. Wie beim achten Nutzertreffen soll die Veranstaltung vor allem EinsteigerInnen die Möglichkeit geben, TextGrid anhand von typischen Nutzungsszenarien kennenzulernen. Nach einer Einführung in das TextGridLab als virtuelle Arbeits- und Forschungsumgebung wird die Auszeichnungssprache XML/TEI im Rahmen typischer Arbeitsschritte beim Erstellen digitaler Editionen anhand von Beispielen vorgestellt. In einem weiteren Workshop wird gezeigt, wie Geo-Daten in XML-Dokumenten in anderen Werkzeugen wie dem DARIAH Geo-Browser nachgenutzt werden können. Die vorgestellten Arbeitsabläufe können im Rahmen der Workshops von den TeilnehmerInnen in einfachen praktischen Übungen selbst ausprobiert werden. Als Vorkenntnisse werden lediglich Erfahrungen im Umgang mit Computern erwartet.

–> Programm und Anmeldung

Wie permanent sind Permalinks?

Der Ausdruck „Permalink“ klingt zunächst nach einem der vielen neuen Schlagworte, die die digitale Revolution in inflationärer Fülle mit sich bringt (e.g. „Mashup“, „Disruption“, „Podcast“, „Web 2.0“, „Linkbait“, „Webcast“ etc. etc.), und die man getrost ignorieren kann, weil sie oft schon wieder in der Versenkung verschwunden sind, bevor man ihre genaue Bedeutung verstanden hat. Und ebenso wie bei anderen Schlagwörtern herrscht über die Bedeutung des Begriffes „Permalink“ eine gewisse Unklarheit.

Aber anderseits verbirgt sich hinter dem Ausdruck „Permalink“ ein gerade für die Wissenschaft sehr wichtiges Konzept: Ein Permalink ist eine dauerhafte Netzadresse für eine digitale Publikation. Die Dauerhaftigkeit der Netzadresse ermöglicht die Zitierbarkeit der Publikation. Leider führt die Unklarheit des Begriffs leicht zu einer falschen Handhabung der Sache. An der Bayerischen Akademie der Wissenschaften haben wir mit der Einführung des Publikationsservers auch Permalinks eingeführt und uns über unsere „Permalink-Policy“ Gedanken machen müssen. Dabei haben wir auch Lehrgeld gezahlt. Deshalb, und damit andere es einfacher haben, im Folgenden einige
Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema.

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Ankündigung: dhmuc. Site-Visit bei der IT-Gruppe Geisteswissenschaften am 12. Mai ab 15:30 Uhr

dhmuc Site-Visit bei der IT-Gruppe Geisteswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität am 12. Mai ab 15:30 Uhr

Die IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG) ist eine der treibenden Kräfte der “Digital Humanities” an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Den wenigsten Münchnern und vielleicht nicht einmal allen Uni-Angehörigen dürfte bekannt sein, dass die ITG schon vor ca. 30 Jahren damit begonnen hat, geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte der LMU digital zu begleiten und damit “Digital Humanities” avant la lettre zu betreiben.
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Ankündigung: dhmuc-Workshop “Digitale Daten”, 28./29. Januar

Am 28./29. Januar 2016 findet in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften der Workshop “Digitale Daten in den Geisteswissenschaften” statt. Der Workshop beleuchtet aus interdisziplinärer Perspektive zeitgemäße Daten-, Sprachverarbeitungs- und Visualisierungstechniken, die für den Einsatz für die geisteswissenschaftliche Forschung geeignet sind. Dabei soll sowohl die Anbieterperspektive (derjenigen, die entsprechende Technologien entwickeln) als auch die Abnehmerperspektive (derjenigen Geisteswissenschaftler, für die diese Technologien potentiell von Nutzen sein können) zur Geltung kommen. Behandelt werden die Themen Korpora, Verarbeitung natürlicher Sprache, Visualisierung und Crowd-Sourcing.

Programm und Vortragsbeschreibungen gibt es hier.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Wir bitten um eine kurze Anmeldung per Email an: digitalisierung@badw.de

(“Alle Interessierten” schließt außer München und Bayern natürlich auch den ganzen Rest der Welt ein 😉 )

 

Nachtrag zu DH in Boulder Colorado

Kürzlich hat Thea Lindquist im Arbeitskreis dhmuc über Digital-Humanities-Bestrebungen die erfreulich weitgehende Open-Access-Policy an der University of Boulder Colorado berichtet. Für diejenigen, die es nicht mitbekommen haben, oder dies es noch einmal genauer nachlesen möchten, sind hier noch ein paar einschlägige Links, die sie netterweise noch nachgereicht hat:

(1) Article summarizing the Ithaka S+R report on Sustaining DH: http://er.educause.edu/articles/2015/8/the-digital-humanities-are-alive-and-well-and-blooming-now-what [1]

(2) Article summarizing our work assessing user needs for DH on the CU Boulder campus: http://acrl.ala.org/dh/2015/01/30/designing-a-digital-humanities-strategy-using-data-driven-assessment-methods/ [1]

(3) Exploring DH speaker series at CU Boulder: <http://www.colorado.edu/history/dhss/>http://www.colorado.edu/history/dhss/. We are planning further events for 2016.

 

RKB15: Blitzrückschau auf eine diskussionsfreudige DH-Konferenz in München

Schon eine Woche ist es her, dass #RKB15 (Retro)Digitalisate – Kommentarkultur – Big Data: Zum Stand des Digitalen in den Geisteswissenschaften zu Ende ging, unglaublich. Höchste Zeit für zumindest einen Mini-Rückblick an dieser Stelle, bis der ausführliche Bericht fertig ist, den Sebastian Bolz (LMU) dankenswerterweise verfasst.

Entsprechend der Anlage des Programms wurde enorm viel diskutiert, auch angeregt von sehr pointierten und meinungsfreudigen Keynote-Vorträgen. Wie das im Bereich der DH immer so ist, hatte jeder Diskutant seine Steckenpferde, die sich nicht immer in das Gehege treiben ließen, das man als Konferenzveranstalter bei der Konzeption jedes einzelnen Panels errichtet. Und vielleicht ist das auch gut so: Zumindest trägt es zur Lebendigkeit einer solchen Veranstaltung bei, dass die Steckenpferde mitunter ungehemmt von Thema zu Thema hüpften. Weiterlesen →

Mausklicks statt Gänge zum Regal – das Bayerische Wörterbuch auf dem Weg in die Digitalisierung

Von Michael Schnabel (Bayerisches Wörterbuch)

Wer ein Wörterbuch schreibt, betreibt – wenn man so will – Zettelwirtschaft. Er geht ans Regal, zieht mit Belegzetteln gefüllte Kästen heraus und verschafft sich einen Überblick über die Bedeutungen der zu bearbeitenden Stichwörter.

Wobei er Glück hat, wenn die ihn interessierenden Sprachbelege überhaupt schon verzettelt sind. Oft muss er diese aus den von Gewährspersonen ausgefüllten Fragebögen erst herausschreiben (exzerpieren), d.h. er hat die Materialbasis der von ihm zu verfassenden Stichwortartikel selbst herzustellen – eine mühevolle Arbeit, die mit mehreren Gängen ans Regal und viel Umblätterei verbunden ist. Eigentlich… Weiterlesen →